Am Samstag, den 27. September 2025, führte uns eine spannende geologische Exkursion auf das Gerolsteiner Plateau. Unter der Leitung von Helge Baer, dem „Eifelgeologen mit Herz und Hirn“, tauchten wir tief in die Erdgeschichte der Eifel ein – eine Reise über Millionen Jahre, die für alle greifbar und lebendig wurde.
Schon der Einstieg machte neugierig: „Leben auf einem Plateau ist möglich. Überall? Nein, nicht überall… aber hier, in der Eifel, bei Gerolstein schon.“ Mit diesen Worten eröffnete Helge Baer die Tour und legte damit den Grundstein für eine Exkursion voller Erkenntnisse und Überraschungen.
Stationen durch Raum und Zeit
Die Papenkaule zeigte uns eindrücklich, wie ein Vulkankrater im Gelände noch heute erkennbar ist. Vor rund 10.000 Jahren brach hier ein Vulkan aus, dessen Lava den Sarresdorfer Lavastrom speiste – doch statt eines Vulkankegels blieb nur eine Senke zurück.
Ganz anders war das Bild vor Hunderten Millionen Jahren: Damals rauschten die Wellen eines tropischen Meeres über das Gebiet, Korallenriffe prägten die Landschaft, und eine vielfältige Tierwelt bevölkerte die warmen Gewässer.
Weiter ging es zur Buchenlochhöhle, deren Entstehung vor etwa 1,8 Millionen Jahren begann. Hier lebten bereits vor 30.000 Jahren die frühen Bewohner der Eifel, die in der Eiszeit auf Mammut, Eisfuchs, Wildpferd und Rentier jagten. Später, im Zweiten Weltkrieg, diente die Höhle den Menschen erneut als Schutzraum.
Auch die Spuren der Römerzeit wurden lebendig: Im Jahr 124 n. Chr. ließ der Römer Marcus Victorius Polentius auf dem Plateau einen Tempel für die Göttin Caiva errichten – die Kultstätte ist heute als Juddekirchhof bekannt.
Ein stiller Moment war dem Gedenkstein für den amerikanischen Piloten D. W. Johnston gewidmet, der im September 1944 bei Gerolstein abstürzte. Seine Geschichte verbindet die Landschaft mit der jüngeren Vergangenheit.
Zeitreise mit Humor und Wissen
Die Exkursion war nicht nur lehrreich, sondern auch kurzweilig. Helge Baer erklärte die komplexen Zusammenhänge locker, humorvoll und kompetent. So lasen wir die Gesteinsschichten wie in einem uralten Buch und konnten die Entwicklung der Landschaft nachvollziehen – von Vulkanen über tropische Meere bis hin zur Neuzeit.
Die Strecke von rund 5 Kilometern mit einigen Höhenmetern forderte zwar ein wenig Kondition, doch durch die abwechslungsreichen Stopps und die Möglichkeit zur Einkehr am Ende wurde die Wanderung zu einem echten Erlebnis.
Stimmen der Teilnehmenden
- „interessant, spannend“
- „immer wieder gut“
- „kompetent“
- „unerwartete Perspektiven“
Die Begeisterung war spürbar – viele gingen mit dem Gefühl nach Hause, nicht nur neue Fakten gelernt, sondern die Eifel mit anderen Augen gesehen zu haben.
Ausblick
Nach dieser gelungenen Exkursion freuen wir uns bereits auf die neunte geologische Führung mit Helge Baer, die 2026 stattfinden wird. Wer Lust hat, die Eifel neu zu entdecken und Geologie hautnah zu erleben, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.
➡️ Wie hast du die Exkursion erlebt? Welcher Moment hat dich besonders beeindruckt?
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Über dieses Event haben wir erstmals am 28.09.2025 in unserer LinkedIn-Gruppe berichtet.
